Inhaltsverzeichnis
Wo wurden im Deutschen Reich während des 2. Weltkriegs die meisten Bomben abgeworfen?
Obwohl das Münsterland von Landwirtschaft geprägt war und fernab von der für die deutsche Kriegswirtschaft wichtigen Schwerindustrie im Ruhrgebiet lag, war die Zerstörung der Glane-Durchlässe in den beiden Armen des Dortmund-Ems-Kanals westlich von Ladbergen ein für das Britische Verteidigungsministerium wichtiges taktisches Ziel.
„Nirgendwo sonst im Deutschen Reich wurden während des Zweiten Weltkrieges mehr Bomben pro Quadratmeter abgeworfen als auf dem Gebiet der Glane-Durchlässe. […] 4444,3 Tonnen Bomben wurden in dieser Zeit abgeworfen.“ 1
Einleitung
Wer heutzutage am Dortmund-Ems-Kanal westlich von Ladbergen spazierengeht oder entlangradelt, wird auf der Höhe der durch einen Durchlass fließenden Glane nicht erahnen, wie heftig dieser Ort im 2. Weltkrieg umkämpft war. Mit bis zu mehr als 200 Lancaster-Bombern griffen Luftstreitkräfte des Britischen Weltreichs (englisch: British Empire) unter dem Kommando der Britischen Luftwaffe die zu dieser Zeit vorhandenen beiden Kanalarme und die jeweiligen Durchlässe an, um den für die deutsche Kriegswirtschaft wichtigen Schiffstransport zwischen Nordsee und Ruhrgebiet zu unterbinden.
Die Glane
Die Glane ist ein Nebenfluss der Ems im Münsterland in Nordwestdeutschland. Sie entspringt westlich von Bad Iburg in Niedersachsen. Nach etwa 2,5 km erreicht sie die Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen und mündet nach insgesamt etwa 35,3 km 2 in Greven-Pentrup in die Ems.

Die Glane wechselt zwischen Quelle und Mündung mehrmals ihren Namen:
- Recktebach
- Von der Quelle bis zur Landesgrenze Niedersachsen – Nordrhein-Westfalen
- Uffelager Bach
- Von der Landesgrenze Niedersachsen – Nordrhein-Westfalen bis zum Zufluss der Brookbieke
- Lienener Mühlenbach
- Vom Zufluss der Brookbieke bis zum Zufluss des Bullerbachs
- Mühlenbach
- Vom Zufluss des Bullerbachs bis zum Zufluss des Igelbachs
- Ladberger Mühlenbach
- Vom Zufluss des Igelbachs bis zum Zufluss des Eltingmühlenbachs. Der Ladberger Mühlenbach unterquert westlich von Ladbergen den Dortmund-Ems-Kanal.
- Glane
- Vom Zufluss des Eltingmühlenbachs bis zur Mündung in die Ems
Der Dortmund-Ems-Kanal
Der Dortmund-Ems-Kanal ist der wichtigste „Kanal Nordwestdeutschlands, 1892–99 erbaut, verbindet das rheinisch-westfälische Industriegebiet mit der deutschen Nordseeküste und schafft dem Rhein eine deutsche, von Holland unabhängige Mündung. Er beginnt bei Dortmund und läuft nach Henrichenburg, wo ein großes Schiffshebewerk den Abstieg von 14 m vermittelt, führt dann östlich an Münster vorbei, kreuzt die Ems bei Fuestrup und geht bei Meppen in diese selbst über. Mit dem Rhein ist er durch den Rhein-Herne-Kanal (Herne-Ruhrort) und den […] Lippe-Kanal (Datteln-Wesel), mit Hamm durch den Lippe-Seitenkanal, mit Oldenburg durch den Hunte-Ems-Kanal und mit Wilhelmshaven durch den Ems-Jade-Kanal (von Emden aus) verbunden. Bei Bevergern zweigt der Mittellandkanal (s. d.) nach Minden und Hannover ab. Die Länge des 30–32 m breiten und 2,3 – 2,7 m tiefen Kanals, der mit 20 Schleusen und dem Schiffshebewerk einen Höhenunterschied von 70 m überwindet, beträgt 281 km (Dortmund – Dollart), davon 71,5 km auf der Ems. Er dient dem Transport der Ruhrkohle in die Häfen der deutschen Nordseeküste und umgekehrt der schwedischen und andrer überseeischer Eisenerze nach den Hütten des Ruhrgebiets. Im J. 1923 wurden 1,358 Mill. t über 212 km befördert.“ 5


Der Verlauf des Kanals westlich von Ladbergen wurde zweimal nach der Eröffnung 1899 geändert.
Im Bild ist der ursprüngliche Verlauf nach der Eröffnung zu sehen. Der rote Pfeil markiert den Glane-Durchlass.

Das Bild zeigt eine topographische Karte, die zwischen 1936 und 1945 erstellt wurde. Westlich des ursprünglichen Kanals war ein breiterer Kanalarm gebaut worden. Der ursprüngliche Kanalarm wurde „Alte Fahrt“ und der neue Kanalarm „2. Fahrt“ genannt. Die Alte Fahrt wurde parallel zur 2. Fahrt genutzt, vermutlich da nur die Alte Fahrt einen Hafen für Ladbergen hatte.

Das Bild zeigt eine topographische Karte von 2016. Wegen der starken Zerstörungen der Alten Fahrt im 2. Weltkrieg war diese nicht wieder instandgesetzt worden. Als der Kanal bei Ladbergen in den 1980er und 1990er Jahren verbreitert worden ist, hat man östlich der 2. Fahrt an der Stelle der ursprünglichen Alten Fahrt die 3. Fahrt gebaut. Die 2. Fahrt wurde dem Erdboden gleichgemacht. An ihrer Stelle führt eine Straße von der Bundesstraße B 475 zum Flughafen Münster/Osnabrück.

Der Glane-Durchlass im Dortmund-Ems-Kanal

Die Durchleitung der Glane unter dem Dortmund-Ems-Kanal wird in den Akten des für dieses Bauwerk zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamts Münster durchgängig als Durchlass bezeichnet. Dagegen wird vor allem in Veröffentlichungen von britischen Quellen in der Zeit des 2. Weltkriegs in der Regel der Begriff „Aquädukt“ verwendet. Weniger häufig wird das Bauwerk als Düker (früher Dücker) benannt. So z. B. in der „Festschrift zur Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals“ von 1899 (siehe Bild ): „Nacheinander folgen dann die Düker für vier Seitenflüsse der Ems, den Gellenbach, Eltingsmühlbach, den Nebenbach und die Glane.“
Die drei Begriffe Aquädukt, Düker und Durchlass werden in Meyers Lexikon in der 7. Auflage von 1924- wie folgt definiert:
- Aquädukt
- „(lat. »Wasserleitungen«), Brücken, die ein Wassergerinne tragen, sollen zur Wasserversorgung schon von Ramses d. Gr., Semiramis und Salomo errichtet worden sein. – […] A., die einen Schiffahrtskanal tragen, heißen Kanalbrücken oder auch Brückenkanäle.“ 8
- Düker
- „(Siphon), Unterführung eines Wasserzugs oder einer Wasserleitung quer unter Straßen, Eisenbahnen, Schiffahrtskanälen, Flüssen, Tälern und unter anderen Wasserleitungen, wenn die Decke der Unterführung tiefer liegt als der Wasserspiegel außerhalb des Bauwerks […]. Die Wirkung des Dückers beruht also auf dem Gesetz der kommunizierenden Röhren. D. werden hergestellt aus gemauerten oder betonierten Kanälen oder aus Röhren von Holz, Eisen, Eisenbeton oder Steingut.“ 5
- Durchlass
- „(Dole), schmaler Kanal, der kleine Wasserläufe oder sich ansammelnde Wassermassen durch Straßen-, Eisenbahn- oder Kanaldämme hindurchführt. Durchlässe dieser Art bestehen aus Ton-, Eisen-, Holzröhren (Röhrendurchlässe) oder sind gemauert. Gemauerte Durchlässe sind mit Platten (Deckeldolen) oder durch Gewölbe überdeckt.“ 5

Wie in Bild zu sehen ist, spiegelt sich in der rechten Durchleitung auf der gegenüberliegenden Seite der Umriss des östlichen Einlaufs auf der Wasseroberfläche der Glane. Man kann also hindurchsehen. Bei einem Düker liegt „die Decke der Unterführung tiefer […] als der Wasserspiegel außerhalb des Bauwerks“, wie in der „Bestandszeichnung des Dükers im Fehntjer Tief bei Emden, 1909“ unter dem Dortmund-Ems-Kanal gut zu erkennen ist (siehe Bild ). Bei einem Düker kann man nicht zwischen Ein- und Auslauf hindurchsehen. Demnach kann dieses Bauwerk im Bild kein Düker sein.


Im Bild sieht man auch den Bereich oberhalb der Durchleitung, der mit Gras bewachsen zu sein scheint. Dieser Bereich ist ein Teil des Kanaldamms der Alten Fahrt, der beim Bau des Kanals aufgeschüttet worden ist. Im Vergleich zu diesem Bauwerk ist bei einem Aquädukt bzw. einer Kanalbrücke wie z. B. der Ems-Kanalbrücke bei Münster-Fuestrup (siehe Bild ) oberhalb der vier Gewölbe die gemauerte Kanalwand zu erkennen.
Demnach ist das Bauwerk zur Durchleitung der Glane unter dem Dortmund-Ems-Kanal kein Aquädukt bzw. keine Kanalbrücke sondern ein Durchlass.
Ein historisches Foto des östlichen Einlaufs des Glane-Durchlasses in der Alten Fahrt hat Malcolm Brooke auf der Seite The Ladbergen Area⤴ veröffentlicht.
Geschichte
Bau des Dortmund-Ems-Kanals 1892 – 1899
Bevor der Dortmund-Ems-Kanal zwischen 1892 und 1899 gebaut und sein Kanalbett bei Ladbergen aufgeschüttet worden ist, wurde der Glane-Durchlass errichtet. Vermutlich wurde dieselbe Bauweise wie beim benachbarten südlich gelegenen Eltingsmühlenbach angewendet (siehe Bild ).

Bau der 2. Fahrt bei Ladbergen 1935 – 1939
„Mit der Erweiterung des Dortmund-Ems-Kanals durch eine 2. Fahrt bei Ladbergen mußte ein neues Bauwerk für die Ableitung des Glanebaches unter dem Kanal errichtet werden […]. Bei den ausreichenden Höhenverhältnissen wurde ein Durchlaß in Form eines geschlossenen Eisenbetonrahmens mit 3 Öffnungen und mit Flügelwänden aus verankerten Stahlspundbohlen gebaut. […] Die Ausführung erfolgte vor Beginn der Erdarbeiten in den Jahren 1935/36. Die neue Kanalstrecke wurde Ende 1939 fertiggestellt und Anfang 1940 für die Schiffahrt freigegeben.“ 12
Der Kirchweg zwischen Ladbergen und Saerbeck
Als der Dortmund-Ems-Kanal gebaut wurde, gab es in Ladbergen eine evangelische Kirche und in Saerbeck eine katholische. Um den Kirchgängern aus beiden Gemeinden, die jeweils in die andere Gemeinde zur Kirche gingen, wegen des Dortmund-Ems-Kanals nicht einen erheblichen Umweg über eine der Brücken zu bescheren, wurde die Sohlenoberkante der nördlichen Durchlassöffnung höher angelegt. Im Bild ist dies die linke Öffnung. Die Glane floss nur bei Hochwasser zusätzlich durch diese nördliche Öffnung.
Nicht nur Kirchgänger nutzten diesen sogenannten Kirchweg, sondern auch Schulkinder und geschätzt 150 bis 200 Anwohner. 13
Beim Bau der 2. Fahrt wurde in einer landespolizeilichen Prüfung und dem Planfeststellungsverfahren vom 6. April 1934 die Weiterführung des Kirchwegs durch den neuen Glane-Durchlass auferlegt. 13
Die Sohlenoberkante der nördlichen Durchlassöffnung in der 2. Fahrt lag ebenfalls höher als die der beiden anderen Öffnungen (siehe Bild : „O.K. Kirchweg +42,45″ gegenüber „O.K. Umflut +41,85″ der südlichen und +40,85 der mittleren Durchlassöffnung).

Die Glane-Durchlässe im 2. Weltkrieg
Am Dortmund-Ems-Kanal westlich von Ladbergen und am Glane-Durchlass kann man heutzutage nicht mehr erkennen, wie heftig umkämpft dieser Ort im 2. Weltkrieg war. Angriffe mit mehr als hundert Lancaster-Bombern wurden geflogen und hinterließen eine Mondkraterlandschaft (siehe Bild ).
„Nirgendwo sonst im ehemaligen Reichsgebiet wurden während des Zweiten Weltkrieges mehr Bomben pro Quadratmeter abgeworfen als auf dem Gebiet am Kanal. […] 4444,3 Tonnen Bomben wurden in dieser Zeit abgeworfen.“ 1
Flugabwehrkanonen (Flak) mit Kaliber bis zu 10,5 cm⤴ wurden zur Abwehr eingesetzt, die ansonsten in Großstädten eingesetzt wurden. 14
Angriffsziel Dortmund-Ems-Kanal
Der Stellenwert des Dortmund-Ems-Kanals für die Kriegsführung im Deutschen Reich lässt sich an der folgenden wehrwirtschaftlichen Auswertung ablesen.
Wehrwirtschaftliche Auswertung der Feindangriffe auf Reichsgebiet durch Flieger, Artilleriebeschuss und Treibminen vom 10. Mai bis 10. Juli 1940
„16.) Kanäle und Häfen.
Dortmund-Ems-Kanal, Weser-Ems-Kanal, Mittelland-Kanal, Kaiser-Wilhelm-Kanal, waren das Ziel mehrfacher Angriffe. Insgesamt wurden Kanäle 19 mal, Häfen 17 mal angegriffen.
Beim Angriff auf Kanäle wurden u.a. Luftminen (Lufttorpedos) angewandt, die eine große Wirkung haben. Die dadurch herbeigeführte Sperrung des Dortmund-Ems-Kanals hat sich äußerst störend ausgewirkt. Der Mangel an Kohlen im Hausbrand und in der Industrie und die nicht ausreichende Leistungsfähigkeit der Reichsbahn, die eine umfassende Ausnutzung der Binnenschiffahrt für Zwecke der Kriegswirtschaft erforderlich macht, lassen es unbedingt geboten erscheinen, daß Schleusen und Hebewerke der großen Kanäle und Verlade-Einrichtungen der Binnenhäfen einen stärkeren Schutz als bisher erhalten.“ 15
Angriffsziel Glane-Durchlässe
Zeitgenössische Primärquellen der Royal Air Force (RAF) oder des Verteidigungsministeriums des Vereinigten Königreichs sind dem Verfasser (noch) nicht bekannt, in denen die Gründe für die Auswahl der Glane-Durchlässe zur Bombardierung dargelegt werden. In Sekundärquellen wird durchwegs das relativ tief eingeschnittene Bachbett der Glane genannt (siehe Bild ). Die Oberkante der mittleren Durchlassöffnung der 2. Fahrt lag bei +40,85 m, die Oberkante des Kanalbetts bei +46,80 m und die Oberkante des Wasserspiegels bei +50,30 m. Dieser Gesichtspunkt kann aber nicht entscheidend gewesen sein, da z. B. die Kanalbrücke über die Ems (siehe Bild ) höher war.

Andere Kriterien könnten ausschlaggebend gewesen sein.
- Die Instandsetzung des bombardierten Bauwerks, wie z. B. Kanaldämme, Kanalbrücken, Schiffshebewerke, Düker oder Durchlässe, ist zeitaufwändig.
- Die Flugroute vom Flugplatz zum Angriffsziel und zurück lässt sich so legen, dass möglichst wenige Abschüsse z. B. durch Flak zu erwarten sind.
- V. a. bei nächtlichen Angriffen ist eine gute Orientierung zur Markierung des Angriffsziels gegeben.
Im Bild einer Navigationskarte von Flight Sergeant (F/S) Herbert Adams⤴ für den nächtlichen Angriff auf die Glane-Durchlässe am 23./24.9.1944 sind Gebiete wie das Ruhrgebiet, Münster, Osnabrück, Amsterdam, Rotterdam und Den Haag rot schraffiert, die nachts aufgrund ihrer Beleuchtung gut zu erkennen gewesen sein werden. Der Australier Herbert Adams war Navigator in der No. 467 Squadron RAAF⤴ auf dem Militärflugplatz RAF Waddington⤴ südlich von Lincoln in Großbritannien.

Die Bombardierungen der Glane-Durchlässe und ihre Auswirkungen
Die No. 5 Group RAF⤴ (5 Group, 5 Gp, V Group) im RAF Bomber Command⤴ der Royal Air Force (RAF)⤴ plante und führte die Bombardierungen des Glane-Durchlasses im 2. Weltkrieg von 1943 bis 1945 durch. Für diese Angriffe wurden Mehrzweckkampfflugzeuge De Havilland DH.98 „Mosquito“⤴ und Bomber Avro 683 „Lancaster“⤴ eingesetzt. Eine Mosquito hatte 2 und eine Lancaster typisch 7 Besatzungsmitglieder.





Angriff am 3. September 1940
Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt im Deutschen Reich
„Luftlage Reich […]
Feindeinflüge
Nachmeldung zum 3.9.40:
Rü In VI:
Laerbeck [sic] Krs. Münster: 5 Sprengbomben, davon 1 Langzeitzünder in freies Gelände. 1 Sprengbombe in Dortmund-Ems-Kanal in Kanalbett ohne Schaden zerknallt. Angriffsziel vermutlich Überführung.
Ladbergen: 7 Sprengbomben, davon 3 Langzeitzünder in freies Gelände, geringer Flurschaden (Einschlag 1,5 km vom Dortmund-Ems-Kanal).“ 22
Angriff am 19./20. September 1940
Im Fall von zweitägigen Angriffen hoben die Flugzeuge abends auf ihren Standortflugplätzen nach einem genauen Abfolgeplan ab und landeten dort nach einer Gesamtflugzeit von etwa 5 bis 6 Stunden in der Nacht des folgenden Tags wieder. Eintägige Angriffe wurden tagsüber geflogen.
Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt
„Luftlage Reich […]
Feindeinflüge
Ausführliche Meldung
20. September 1940:
Rü In VI:
Sparbeck [sic]: 3 Sprengbomben in Bauernschaft Westladbergen, Nähe Sicherheitstor des Dortmund-Ems-Kanals keine Schiffahrtsbehinderung, geringer Flurschaden.“ 23
Angriff am 24./25. September 1940
Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt
„Luftlage Reich […]
Feindeinflüge
Nachmeldung zum 24./25.9.40:
Rü In VI:
Ladbergen: 8 Sprengbomben, davon 2 Langzeitzünder, leichter Gebäudeschaden.“ 24
Angriff am 27. September 1940
Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt
„Luftlage Reich […]
Feindeinflüge
Ausführliche Meldung
27. September 1940:
Rü In VI:
Münster: 15 Sprengbomben, Nähe Glane-Durchlaß unter Dortmund-Ems-Kanal. Einschläge beiderseits Kanal und 1 km ostwärts davon. Kanalböschung leicht beschädigt, Flurschaden. Schiffahrt nicht behindert.“ 25
Angriff am 14./15. September 1943
Der Angriff (Operation Garlic) war mehrfach vorgeschlagen und wieder abgesagt worden, fand aber schließlich am 14. September 1943 statt.“ [Übers. d. Verf.] 26
Tagebuch der Kampagnen des RAF Bomber Command
Acht Lancaster-Bomber der 617. Staffel starteten mit der neuen 12.000-Pfund-Bombe (nicht der später entwickelten 12.000-Pfund-‚Tallboy‘-Bombe) zu einem Angriff auf die Ufer des Dortmund-Ems-Kanals bei Ladbergen. Als sich die Formation jedoch über der Nordsee befand, meldete ein Mosquito-Wetteraufklärungsflugzeug, dass im Zielgebiet Nebel herrschte, woraufhin die Lancaster-Bomber zurückgerufen wurden. Das Flugzeug von Flight Lieutenant DIH Maltby, einem der Gründungsmitglieder der Staffel, die die Ruhr-Staudämme angegriffen hatte, stürzte ins Meer, und die gesamte Besatzung kam ums Leben. Maltbys Leichnam wurde an Land gespült und liegt in Wickhambreux in der Nähe von Canterbury in Kent begraben; die Namen der anderen 6 Besatzungsmitglieder stehen auf dem Runnymede Memorial for the Missing. [Übers. d. Verf.] 27
Verluste
- RAF Bomber Command hat mit der Flugzeugbesatzung der RAF und RAFVR des Lancaster-Bombers mit der Seriennummer JA981⤴ die folgenden Verluste erlitten:
- Im Einsatz Gefallene: 8 28
Angriff am 15./16. September 1943
Tagebuch der Kampagnen des RAF Bomber Command
Acht Lancaster-Bomber der 617. Staffel starteten, um den verschobenen Angriff auf den Dortmund-Ems-Kanal durchzuführen, doch das Gebiet war neblig, und fünf Flugzeuge gingen verloren, darunter die von Pilot Officer LG Knight, einem weiteren Überlebenden des Dammangriffs, und dem neuen Staffelführer, Squadron Leader G. Holden. Diese schweren Verluste sowie die Verluste beim Dammangriff bestätigten, dass Tiefflugangriffe auf deutsche Ziele, selbst abseits der großen Verteidigungsgebiete, mit schweren Bombern nicht durchführbar waren, und diese Art von Einsatz wurde nicht wiederholt. Die 617. Staffel begann nun mit der Umschulung zu einer spezialisierten Einheit für Höhenbombardements. [Übers. d. Verf.] 27
Verluste
- RAF Bomber Command hat mit Flugzeugbesatzungen der RAF, RAAF, RAFVR und RCAF der Lancaster-Bomber mit den Seriennummern EE130⤴, EE144⤴, JA874⤴, JA898⤴ und JB144⤴ die folgenden Verluste erlitten:
- Im Einsatz Gefallene: 33 28
- Zivilbevölkerung
- Getötete in Nordhorn: 1 29
Aufklärung vor dem 23. September 1944

Die westlich gelegene 2. Fahrt ist im Bild rechts von der östlich gelegenen Alten Fahrt zu sehen. Ladbergen liegt links außerhalb des Bilds weiter östlich. Die Glane (oben im Bild) ist links, zwischen und rechts von den beiden Kanalarmen mit Tarnvorrichtungen versehen. Etwas unterhalb (also nördlich der Glane-Durchlässe) der Bildmitte sind in beiden Kanalarmen die Sicherheitstore zu erkennen. Der Hafen Ladbergen liegt in der Alten Fahrt im Bild unten auf der linken Kanalseite.
Angriff am 23./24. September 1944
Tagebuch der Kampagnen des RAF Bomber Command
136 Lancaster- und 5 Mosquito-Bomber der 5. Gruppe sollten die Ufer der beiden parallel verlaufenden Arme des Dortmund-Ems-Kanals an einer Stelle in der Nähe von Ladbergen nördlich von Münster bombardieren, wo der Wasserstand des Kanals deutlich über dem Niveau des umliegenden Landes lag. Trotz einer Bewölkung von 7/10 im Zielgebiet wurden Durchbrüche in den Ufern beider Kanalarme geschaffen und ein 6 Meilen langer Abschnitt des Kanals entleert. Der größte Teil dieses Schadens wurde durch zwei Volltreffer von 12.000-Pfund-Tallboy-Bomben verursacht, die von Flugzeugen der 617. Staffel zu Beginn des Angriffs abgeworfen wurden. 14 Lancasters – mehr als 10 Prozent der Lancaster-Flotte – gingen verloren. [Übers. d. Verf.] 31
V Group News
VORWORT VON A.O.C.
Der September war ein äußerst erfolgreicher Monat und eine Belohnung für die harte Arbeit, die alle Dienstgrade den ganzen Sommer über geleistet haben. Die Gruppe sicherte sich zwei Ziele, um die viele seit den Anfängen des Krieges gekämpft haben: die Tirpitz und den Dortmund-Ems-Kanal. Der Angriff auf die Tirpitz wurde von den Staffeln Nr. 9 und 617 hervorragend durchgeführt und scheint trotz einer äußerst wirksamen Rauchwand äußerst erfolgreich gewesen zu sein. Der Angriff auf den Dortmund-Ems-Kanal hat folgende Botschaft des Luftfahrtministers hervorgerufen.
„Das Kriegskabinett hat mich beauftragt, Ihnen und allen Beteiligten seine Glückwünsche zu dem herausragenden Erfolg zu übermitteln, der bei dem jüngsten Angriff auf den Dortmund-Ems-Kanal erzielt wurde. Mit großer Entschlossenheit gegen starken Widerstand und bei schwierigen Wetterbedingungen durchgeführt, stellte er einen weiteren schweren Schlag gegen die deutsche Kriegswirtschaft dar.“
Diese beiden Angriffe haben einmal mehr die bemerkenswerte Wirksamkeit der 12.000-Pfund-Bombe „Tallboy“ gezeigt, wenn sie ihr Ziel trifft. […]
DORTMUND-EMS CANAL, HANDORF AIRFIELD AND MUNSTER – 23/24TH SEPTEMBER.
Master Bomber:- Rotes Ziel: Wing Commander Woodroffe.
Grünes Ziel: Squadron Leader Owen.
Eine große Streitmacht bestehend aus 254 Flugzeugen aller Stützpunkte der Gruppe wurde zum Angriff auf diese Ziele abgestellt, wobei die ersten beiden die Hauptziele und das letzte, Münster, ein Ausweichziel darstellten, falls das Wetter die Zielerfassung und den Angriff erschweren sollte. Leider herrschte im Zielgebiet eine 10/10-Bewölkung mit einer Wolkenuntergrenze von 8.000 Fuß.
PLAN Die No. 53 Base sowie die Staffeln 106 und 617 erhielten den Befehl, das rote Ziel (Dortmund-Ems-Kanal) anzugreifen, und die No. 52 und 55 Base das grüne Ziel (Flugplatz Handorf). Sollte das rote Ziel nicht markiert werden, sollte die rote Truppe, mit Ausnahme der Tallboy-Flugzeuge, das grüne Ziel angreifen, oder, falls das grüne Ziel nicht markiert wurde, das gelbe Ziel. Ebenso sollte die grüne Truppe alternativ das gelbe Ziel angreifen.
ERGEBNISSE Dortmund-Ems-Kanal – Obwohl der markierte und angegriffene Abschnitt des Kanals etwa 7 Meilen nördlich des geplanten Zielpunkts lag, folgte ein sehr erfolgreicher Angriff, und beide Arme des eingedeichten Kanalabschnitts wurden durchbrochen. Ein 18 Meilen langer Abschnitt des Kanals ist nun trocken, und über 100 Lastkähne sind gestrandet. Ein hervorragendes Ergebnis. Von der roten Streitmacht griffen 82 Lancasters das Hauptziel und 12 das Alternativziel an. [Übers. d. Verf.] 32
Kanalbauleitung Ladbergen
„Beim 1. Angriff – 23.9.1944 – wurden an den Durchlässen keine Beschädigungen festgestellt. Der Westdamm des alten Kanals wurde zwischen Sicherheitstor und Glane durchbrochen, sodaß das Wasser von Fuestrup – Ladbergen auslief.
Der Westdamm der II. Fahrt war rd. 100 m nördlich des Sicherheitstores durchbrochen, sodaß auch die Strecke Ladbergen – Bevergern auslief, insgesamt 30 km. Die Dämme waren auf der Strecke teilweise abgesackt und zerfurcht.
Die Instandsetzungsarbeiten gestalteten sich in den ersten Tagen sehr schwierig, da es an Geräten mangelte. Die Dämme wurden teilweise im Handbetrieb durch Bodenentnahme seitlich der Dammstrecke südöstlich des neuen Sicherheitstores durch Zuwerfen wieder hergestellt.
Der nordwestlich des Sicherheitstores beschädigte Damm wurde mit Spundbohlen von 9,0 m Länge abgerammt und mit Sand verfüllt.
Die übrigen Schadenstellen wurden mit Sand ausgebessert und die Bodenmassen festgestampft. Der alte Kanal wurde nördlich des Glanedurchlasses mit einem Absperrdamm versehen und mit 6,00 m langen Spundbohlen abgerammt.
Die Schiffahrt ging einige Tage.“ 33
Verluste
- RAF Bomber Command hat mit Flugzeugbesatzungen der RAF, RAAF, RAFVR, RCAF und RNZAF der Lancaster-Bomber mit den Seriennummern LL914⤴, LM212⤴, LM223⤴, LM309⤴, LM718⤴, ME700⤴, ME732⤴, ND868⤴, ND988⤴, NF923⤴, PA974⤴ und PB409⤴ die folgenden Verluste erlitten:
- Im Einsatz Gefallene: 55 28
Im Einsatz Vermisste: 10 28
An den Folgen ihrer Verletzungen verstorben: 1 28 - Deutsche Wehrmacht
- Im Einsatz Gefallene: 3 (Flak-Soldaten) 34
- Zivilbevölkerung
- Getötete in Ladbergen: 17 35 34 1
Aufklärung am 2. Oktober 1944

Die westlich gelegene 2. Fahrt ist im Bild links von der östlich gelegenen Alten Fahrt zu sehen. Ladbergen liegt rechts außerhalb des Bilds weiter östlich. Die Glane (unten im Bild) ist links, zwischen und rechts von den beiden Kanalarmen mit Tarnvorrichtungen versehen. Etwas oberhalb der Bildmitte sind in beiden Kanalarmen die Sicherheitstore zu erkennen. Der Hafen Ladbergen liegt in der Alten Fahrt im Bild oben auf der rechten Kanalseite.
An den Ufern zweier parallel verlaufender Kanalarme sind Dammbrüche entstanden, wodurch ein sechs Meilen langer Abschnitt trockengelegt wurde. Der größte Teil der Schäden wurde durch zwei direkte Treffer von 12.000-Pfund-„Tallboy“-Tiefeneindringbomben verursacht, die von der 617. Staffel der RAF abgeworfen wurden. [Übers. d. Verf.] 36
Angriff am 4./5. November 1944
Tagebuch der Kampagnen des RAF Bomber Command
174 Lancaster-Bomber und 2 Mosquito-Flugzeuge der 5. Gruppe. 3 Lancaster-Bomber gingen verloren. Die Deutschen hatten den Kanalabschnitt nördlich von Münster nach dem Angriff der 5. Gruppe im September teilweise repariert, weshalb dieser weitere Angriff notwendig war. Die Ufer beider Kanalarme wurden erneut durchbrochen und das Wasser abgelassen, wodurch Lastkähne gestrandet und der Kanal unbenutzbar wurden. Ein Bericht von Speer an Hitler vom 11. November 1944 wurde am Ende des Krieges erbeutet und beschrieb, wie die Bombardierung des Kanals verhinderte, dass Kokskohle aus den Ruhr-Bergwerken drei wichtige Stahlwerke erreichte – zwei in der Nähe von Braunschweig und eines in Osnabrück. In seiner Vernehmung nach dem Krieg erklärte Speer, dass diese Angriffe auf den Dortmund-Ems-Kanal zusammen mit den Angriffen auf das deutsche Eisenbahnnetz der deutschen Kriegsindustrie zu dieser Zeit schwerwiegendere Rückschläge zufügten als jede andere Art von Bombardement. [Übers. d. Verf.] 37
V Group News
Master Bomber: S/Ldr Smith,
Stellvertreter: S/Ldr Churcher
Die Bedeutung, die die Deutschen dem Dortmund-Ems-Kanal als einer ihrer wichtigsten Transportadern beimaßen, zeigte sich deutlich daran, dass beide Kanalarme, die durch den Angriff der 5 Group am 23./24. September beschädigt und leergelaufen waren, innerhalb von weniger als sechs Wochen repariert und wieder voll funktionsfähig waren. Derselbe Kanalabschnitt wurde daher am 4./5. November von 176 Kampfflugzeugen ein zweites Mal angegriffen.
PLAN Der Zielpunkt auf der schmalen Insel zwischen den beiden Kanalarmen sollte von Mosquitos der No. 54 Base mit roten Zielmarkierungen direkt anvisiert werden. Alle Flugzeuge führten eine Bombenlast von 14 x 1000 Pfund schweren Allzweckbomben mit, und die Besatzungen erhielten den Befehl, die mittlere Bombe des Bombenbündels auf die roten Zielmarkierungen auszurichten.
ERGEBNISSE Im Zielgebiet herrschte Wolkenfreiheit und gute Sicht. Beleuchtung und Markierung erfolgten pünktlich, jedoch fielen die Markierungen etwa 200 Meter nordnordöstlich des Markierungspunktes. Zusammen mit den von den unterstützenden Bombern abgeworfenen Zielmarkierungen bildeten diese einen Konzentrationsbereich, auf den die Hauptstreitmacht ihre Bomben richtete.
Die erzielte Konzentration war die beste, die die Gruppe bisher erreicht hat. Eine Analyse zeigt, dass sich bis auf 5 % alle Bomben in einem Umkreis von 530 Yards um das M.P.I. befinden. Dies entspricht 25 Bomben pro Morgen bei 1.000 um das M.P.I. abgeworfenen Bomben und übertrifft alle bisherigen Ergebnisse deutlich. Beide Kanalarme wurden erneut durchbrochen und trockengelegt, und an der Stelle, wo der östliche Arm den Fluss Glane kreuzt, haben Bomben das Kanalbett durchschlagen.
ANMERKUNGEN Dieser Angriff zerstörte den östlichen Nebenkanal vollständig, doch nur ein Randbereich traf den westlichen Abschnitt, sodass die Schäden schnell behoben werden konnten. Er verdeutlicht die gravierenden Folgen selbst geringfügiger Fehler bei der Zielführung oder Markierung beim Angriff auf solch kleine Ziele. [Übers. d. Verf.] 38
Kanalbauleitung Ladbergen
„Beim 2. Angriff am 4.11.1944 wurde die Strecke südlich und nördlich des Sicherheitstores getroffen.
Zerstört wurde der alte Glanedurchlaß und die Dämme zerfurcht. Der nordöstliche Damm zwischen Sicherheitstor und Westladbergener-Brücke war teilweise bis zu 2,50 m abgesackt. Nordwestlich des Sicherheitstores war der Damm abermals zerstört, und das Wasser lief, da das Sicherheitstor in Bergeshövede wegen Beschädigung nicht geschlossen werden konnte und durch die Schäden an der Glane bis nach Bramsche rd. 70 km aus.
Am Torgerüst und ca 10 m vom Sicherheitstor lagen 2 Stck. Blindgänger in der Kanalsohle.
Die Dammlücke nordwestlich des Si.Tores wurde abgerammt.
Die Dämme wurden mit Sand ausgebessert. Südlich des alten Glanedurchlasses wurde der alte Kanal durch einen Damm abgesperrt. Mit der Füllung des Kanals war begonnen, es fehlten noch 80 cm bis zur Schiffahrt.“ 33
Verluste
- RAF Bomber Command hat mit Flugzeugbesatzungen der RAF und RAAF der Lancaster-Bomber mit den Seriennummern NE133⤴, PB192⤴ und PB370⤴ die folgenden Verluste erlitten:
- Im Einsatz Gefallene: 17 39
- Zivilbevölkerung
- Getötete in Ladbergen: 9 (bei den Angriffen am 4.11.1944 und 21.11.1944) 1 bzw. 11 (bei den Angriffen vom 4.11.1944, 21.11.1944, 1.1.1945, 7.2.1945 und 3.3.1945) 35
Aufklärung am 6. November 1944

Aufgenommen wurde das Bild mit Blickrichtung Osten. Der Pfeil unten rechts im Bild zeigt die Nordrichtung an. In der Bildmitte ist die 2. Fahrt und dahinter die Alte Fahrt zu sehen. Rechts fließt die Glane unter Tarnvorrichtungen unter den beiden Kanalarmen durch die Durchlässe. Im linken Bereich befindet sich in der 2. Fahrt nördlich des Glane-Durchlasses das geschlossene Sicherheitstor.
Angriff am 21./22. November 1944
Tagebuch der Kampagnen des RAF Bomber Command
123 Lancaster und 5 Mosquito der 5. Gruppe. Keine Flugzeugverluste. Der Kanal bei Ladbergen wurde angegriffen, wobei einige der Lancaster auf 4.000 Fuß absanken, um unter die Wolkendecke zu gelangen. Es wurde eine Bresche in den einzigen Arm des Aquädukts geschlagen, der seit dem letzten Angriff repariert worden war, und das Wasser lief erneut aus dem Kanal ab. [Übers. d. Verf.] 37
V Group News
Master Bomber:- S/Ldr. Stubbs.
Aufklärungsmaßnahmen ergaben, dass die Deutschen mit Hochdruck daran arbeiteten, die Schäden zu beheben, die die 176 der Gruppe am 4./5. November an diesem Kanal verursacht hatten. Es wurde beschlossen, dieses Ziel an derselben Stelle erneut anzugreifen, um die Reparaturarbeiten zu verhindern und, wenn möglich, die bei den vorherigen Angriffen verursachten Schäden noch zu vergrößern.
PLAN Beleuchtung und Markierung in der üblichen Reihenfolge. Die Mosquitos markieren den Zielpunkt mit einer roten Zielmarkierung. Die Besatzungen der Hauptstreitmacht richten die erste Bombe des Bombenbündels auf die rote Zielmarkierung oder gemäß den Anweisungen des Master Bombers. Maximale Bombenlast: 1.000 Pfund. Einige Flugzeuge trugen 6 Stück 1.900-Pfund-Allzweckbomben.
ERGEBNISSE 123 Lancasters und 5 Mosquitos griffen an. Die Wetterlage im Zielgebiet war wie folgt: 6–9/10 Stratus-Cumulus-Wolken, Wolkenuntergrenze 4.000 Fuß, darunter gute Sicht. Die Leuchtraketen wurden präzise und pünktlich abgefeuert, und die Mosquitos konnten den Zielpunkt identifizieren und markieren. Der Master Bomber wies die Hauptstreitmacht an, wie geplant zu bombardieren, und der Angriff wurde reibungslos abgeschlossen.
Rund um die Markierungen wurde eine sehr zufriedenstellende Konzentration erreicht, und die anschließende Erkundung zeigt, dass sehr großer Schaden angerichtet wurde. Beide Arme des Kanals sind an der Stelle, an der sie den Fluss Glane kreuzen, durchbrochen worden, und beide Arme sind erneut entleert worden, wodurch beträchtliche Teile der umliegenden Landschaft überflutet wurden und viele Lastkähne auf dem Trockenen liegen geblieben sind. Der westliche Damm des Hauptkanals ist an einer Stelle auf einer Länge von etwa 150 Fuß gebrochen. Der Nebenarm des Kanals ist so stark zerfurcht, dass seine Umrisse kaum noch zu erkennen sind. Erneut ist ein langer Abschnitt dieses wichtigen Kanals leergeflossen, viele Lastkähne wurden zerstört, und andere liegen mit ihrer Ladung auf dem Kanalbett auf dem Trockenen. [Übers. d. Verf.] 38
Kanalbauleitung Ladbergen
„Da erfolgte am 21.11.44 abends der 3. Angriff. Hierbei wurde der alte und neue Durchlaß getroffen und die Dämme zerfurcht. 150 m südwestlich des Glanedurchlasses war der Damm durchgebrochen und auf 40 m Länge weggespült.
Die zerstörte Durchlaßdecke der II. Fahrt wurde durch Bergleute aus Salzgitter in der Kanalsohle auf ca 48,0 m lang bis Unterkante Deckenvoute abgebrochen. Die beiden Seitenöffnungen wurden mit Betonbrocken und Sand verfüllt, und mit Spundbohlenenden an der Ostseite zugestellt. Die beschädigten Mittelwände wurden behelfsmäßig mit Beton gefüllten Säcken aus- bzw. aufgefüllt und ein Betonbalken auf den Trümmern in den Seitenöffnungen hergestellt. Über die Mittelöffnung wurden T-Träger NP 55 von 8,50 m Länge im Abstand von 0,48 m verlegt und darüber eine kubischarmierte Betondecke bis zur Kanalsohle hergestellt. Die Arbeiten wurden bei erhöhtem Wasserstand in der Glane (das Wasser stand bis zur Durchlaßdecke) ausgeführt. Die Dammlücke südwestlich des Glanedurchlasses wurde mit Spundbohlen rd. 45,00 m lang abgerammt und der abgesackte Damm mit Sand ausgefüllt. Nach Herstellung der Dämme wurde der Kanal gefüllt und am 23.12.44 um 14.30 Uhr in Betrieb genommen.“ 33
Verluste
- Zivilbevölkerung
- Getötete in Ladbergen: 9 (bei den Angriffen am 4.11.1944 und 21.11.1944) 1 bzw. 11 (bei den Angriffen vom 4.11.1944, 21.11.1944, 1.1.1945, 7.2.1945 und 3.3.1945) 35
Aufklärung nach dem 21./22. November 1944

Zum Bild liegen die folgenden Erläuterungen vor:
A. Beide Arme des Kanals wurden an der Stelle durchbrochen, an der sie den Fluss Glane kreuzen. Ein Teil der Tarnvorrichtungen, mit denen die Deutschen diese Stelle getarnt hatten, ist noch erhalten.
B. Das Wasser aus dem Kanal ist von den Durchbrüchen aus über die umliegende Landschaft geflossen.
C. Ein großer, 130 Fuß breiter Durchbruch im Damm, durch den das Wasser aus dem Kanal abfließen konnte.
D. Dies ist eine Lastkahnrampe, auf der gerade ein Fahrzeug im Einsatz ist.
E. Reger Verkehr auf der Strecke. [Übers. d. Verf.] 41
Angriff am 1. Januar 1945
V Group News
Der kürzlich sanierte Kanalabschnitt bei LADBERGEN wurde erneut angegriffen, diesmal bei Tageslicht. Eingesetzte Streitkräfte: 102 Lancaster und 2 Mosquito.
PLAN Zwei Mosquitos der No. 54 Base sollten den Zielpunkt mit roten Zielmarkern markieren, das in einer Höhe von 5.000 Fuß abgeworfen wurde und 12 Minuten lang brannte (H – 4). Die führenden Lancaster der No. 54 Base sollten ebenfalls rote Zielmarker auf den Zielpunkt abwerfen.
ZIEL (a) Unter Verwendung der Zielmarkierung als Orientierungshilfe für die Zielerfassung sollten die Besatzungen die mittlere Bombe des Bombenbündels auf den westlichen Kanalarm richten. Dabei war darauf zu achten, nicht zu weit zu schießen, da der westliche Kanalarm das Hauptziel darstellte.
(b) Die normale Gaggle-Formation sollte beibehalten werden, bis der Bombenschütze das Ziel sehen konnte. Während des Bombenangriffs sollten sich die Flugzeuge an den Flanken automatisch zur Mitte hin zusammenziehen. Unmittelbar nach dem Abwurf der Bomben sollten die Flankenflugzeuge wieder die normale Gaggle-Formation einnehmen. Bombenabwurfhöhe 9.000 – 12.000 Fuß. Bombenlast 14 x 1.000 Pfund MC/G.P. mittelschweres Gehäuse/Allzweckbombe.
ERGEBNISSE Das Wetter über dem Zielgebiet war klar, die Sichtverhältnisse gut, und die Besatzungen konnten das Ziel visuell identifizieren. Auch diesmal war der Bombenabwurf sehr konzentriert, doch konnten die Ergebnisse vor Ort nicht beurteilt werden, da ein großer Anteil an Zeitbomben zum Einsatz kam. Aufgrund der Häufigkeit, mit der dieses Ziel angegriffen wurde, und der großen Anzahl von Bombenkratern ist es unmöglich, den Grad der Konzentration genau abzuschätzen, doch ist offensichtlich, dass bei diesem Tagesangriff eine ebenso gute Konzentration erreicht wurde wie bei jedem der Nachtangriffe.
Der westliche Arm des Kanals wurde erneut über eine beträchtliche Strecke durchbrochen, und sowohl östlich als auch westlich des Kanals ist es stark überflutet. [Übers. d. Verf.] 42
Kanalbauleitung Ladbergen
„Am 1.1.1945 vormittags 11.30 – 12.00 Uhr erfolgte der 4. Angriff. Der Angriff erfolgte aus geringer Höhe. Getroffen wurde der alte Durchlaß, und war so eingestürzt, daß der gesamte Wasserabfluß abgestoppt wurde und das Wasser sich bis ins Dorf Ladbergen zurückstaute und über die Sohle des alten Kanals abfloß. Am Durchlaß der 2. Fahrt wurde der Ostteil zerstört. Die östliche Durchlaß-Stirnmauer und die südöstliche Flügelspundwand wurden umgebrochen. Die Dämme zerfurcht und die neugerammte Spundwand südwestlich des Glanedurchlasses wieder freigelegt und zerstört. Die Dämme bis zur Schulze-Farwick-Brücke waren sehr stark abgesackt, teilweise bis zu 2,00 m.
Die zerstörte östliche Durchlaßdecke wurde freigelegt, dabei wurde ein Blindgänger auf der Durchlaßdecke gefunden. Die Arbeiten waren 2 Tage bis zur Beseitigung desselben eingestellt. Nach der Freilegung wurde die Decke durch Salzgitter-Bergleute abgesprengt und im selben Stil – rd. 16,00 m – wie das Mittelstück mit T-Träger NP 55 und kubischarmierten Beton ausgeführt. Die Stirnmauer wurde wieder hergestellt und auf NN + 48,40 hochgezogen.
Die Schiffahrt wurde wieder aufgenommen.“ 33
Verluste
- RAF Bomber Command hat mit Flugzeugbesatzungen der RAF, RAFVR und RCAF der Lancaster-Bomber mit den Seriennummern NG223⤴, NG252⤴, PA169⤴, PD368⤴ und PD377⤴ die folgenden Verluste erlitten:
- Im Einsatz Gefallene: 10 28
An den Folgen ihrer Verletzungen verstorben: 2 28 - Zivilbevölkerung
- Getötete in Ladbergen: 11 (bei den Angriffen vom 4.11.1944, 21.11.1944, 1.1.1945, 7.2.1945 und 3.3.1945) 35
Aufklärung am 2. Januar 1945

Im Bild ist die westlich gelegene 2. Fahrt etwas links von der Bildmitte und die östlicher gelegene Alte Fahrt links daneben zu sehen. Die Nord-Süd-Achse verläuft in diesem Bild von unten nach oben. Das in der 2. Fahrt südlich des Glane-Durchlasses befindliche Sicherheitstor ist am unteren Bildrand zu sehen.
Angriff am 7./8. Februar 1945
Tagebuch der Kampagnen des RAF Bomber Command
177 Lancaster-Bomber und 11 Mosquito-Flugzeuge der 5. Gruppe griffen den Abschnitt des Dortmund-Ems-Kanals bei Ladbergen mit Zeitbomben an. Spätere Aufnahmen zeigten, dass die Ufer nicht beschädigt worden waren; die Bomben waren auf nahegelegene Felder gefallen. 3 Lancaster-Bomber gingen verloren. [Übers. d. Verf.] 44
Kanalbauleitung Ladbergen
„Am 7.2.45 erfolgte der 5. Angriff. Beschädigungen in der Dammstrecke nördlich und südlich des Sicherheitstores.
Die Schäden an den Dämmen wurden mit Sand hergestellt. Die Schiffahrt ging 2 Tage, es wurden von 0.55 – 16.30 Uhr 192 Schiffe durchgeschleppt und das Wasser wurde, um größere Dammschäden zu vermeiden, bis 1,50 m Wassertiefe abgesenkt.“ 33
Verluste
- RAF Bomber Command hat mit Flugzeugbesatzungen der RAF, RAAF, RAFVR, RCAF und SAAF der Lancaster-Bomber mit den Seriennummern ND961⤴, NG455⤴, NN724⤴, PB181⤴ und PD316⤴ die folgenden Verluste erlitten:
- Im Einsatz Gefallene: 23 28
- Zivilbevölkerung
- Getötete in Ladbergen: 11 (bei den Angriffen vom 4.11.1944, 21.11.1944, 1.1.1945, 7.2.1945 und 3.3.1945) 35
Getötete in Leeden: 52 (Zivilisten, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter) 45
Angriff am 24. Februar 1945
Tagebuch der Kampagnen des RAF Bomber Command
166 Lancaster und 4 Mosquito der 5. Gruppe erhielten den Befehl, einen Angriff auf den Dortmund-Ems-Kanal abzubrechen, ohne Bomben abzuwerfen, da das Zielgebiet von Wolken verdeckt war. Alle Flugzeuge landeten sicher. [Übers. d. Verf.] 44
Angriff am 3./4. März 1945
Tagebuch der Kampagnen des RAF Bomber Command
212 Lancaster-Bomber und 10 Mosquito-Flugzeuge der 5. Gruppe griffen das Ladbergen-Aquädukt am Dortmund-Ems-Kanal an, durchbrachen ihn an zwei Stellen und machten ihn vollständig unbrauchbar. 7 Lancaster-Bomber gingen verloren. Die Bordschützen der Lancaster der 619. Staffel unter Wing Commander SG Birch gaben an, eine V-1-Flugbombe in der Nähe des Zielgebiets abgeschossen zu haben; die V-1 war wahrscheinlich auf den Hafen von Antwerpen gerichtet. [Übers. d. Verf.] 46
Kanalbauleitung Ladbergen
„Am 3. März 1945 abends erfolgte der 6. Angriff aus 2000 m Höhe und war schwer.
Am Glanedurchlaß wurde an der Westseite der Durchlaßkopf mit Stirnmauer auf 6 – 7,00 m abgerissen und die westl. Flügelspundwände zerstört. Der westliche Damm war nördl. des Sicherheitstores hinter der gerammten Spundwand beschädigt und durchgebrochen und nach Norden 100 m von 0,00 – 2,50 m abgesackt. Im Bereich des Sicherheitstores lagen 5 Treffer in der nördlichen Kanalsohle zwischen den Spundwänden, die Fundamente der Bedienungshäuser nebst den Aufbauten standen schief und waren durchschnittlich 0,30 m abgesackt. Die Betonprismen in der nördlichen Sohle waren weggeschleudert, die nordwestliche Flügelspundwand war direkt am Betonkörper zerstört. Der Ostdamm nördlich des Sicherheitstores rd. 200 m lang teilweise bis zu 2,50 m abgesackt.
Am Glanedurchlaß sollte zum schnelleren Ablassen des Wassers aus dem Kanal über den Durchlaß eine Entlastungsanlage aus 3 Stück Zementrohren – 80 cm Durchmesser – hergestellt werden, dazu wurde eine 20 cm Steinunterlage mit Zementverguß über dem noch bestehenden alten Durchlaßstück hergestellt und auf dem abgebrochenen Durchlaßende eine 0‚60 m breite Betonmauer bis zur Kanalsohlenhöhe errichtet.
Die Entlastungsanlage sollte mit einem Dammbalkenverschluß versehen werden. Die Absperranlage war bereits fertig und die Zementrohre auf ganzer Länge bis auf einen Rest verlegt.
Der westliche Damm nördlich des Sicherheitstores wurde nur mit Sand ohne Spundbohlen verfüllt und verstärkt angeschüttet, desgleichen der östliche Damm nördlich des Sicherheitstores. Am Sicherheitstor wurden die Bombentrichter mit Sand und den umherliegenden Betonprismen verfüllt und die Sohle ausgeglichen.
Durch das Absacken und Ausweichen der Betonkörper des Sicherheitstores drohte die Brückentragkonstruktion von dem Auflager abzurutschen, die Hauptträger auf der Westseite wurden durch Konsolen verlängert. (Ist nicht fertig geworden).
Der beschädigte nordwestliche Spundwandflügel wurde durch Hinterrammen von Spundbohlen ergänzt.
Während der Instandsetzungsarbeiten von Ende September 44 bis Ende März 1945 wurden die Arbeiten durch Tieffliegerangriffe gestört; nachts wurden nur die Rammarbeiten fortgesetzt, während der Erdbaubetrieb nur am Tage stattfand, da durch Fliegerangriffe und Störungsangriffe die Baustelle teilweise nicht beleuchtet werden konnte. Auf der Baustelle waren nach den einzelnen Angriffen 3 – 4000 Mann (Franzosen, Holländer, Imi’s) und deutsche Bergleute beschäftigt, die von verschiedenen Zechen des Ruhrbergbaues gestellt wurden, die in Ladbergen in den Sälen der Wirtschaften und in den Ställen und Scheunen an der Baustelle liegenden Bauernhöfen untergebracht waren. Der letzte Arbeitstag war Karfreitag vor Ostern 1945.“ 47
Verluste
- RAF Bomber Command hat mit Flugzeugbesatzungen der RAF, RAAF, RAFVR, RCAF und RNZAF der Lancaster-Bomber mit den Seriennummern LM677⤴, ME442⤴, ME453⤴, NG170⤴, NG204⤴, NG325⤴, NG469⤴, PA197⤴ und PB806⤴ die folgenden Verluste erlitten:
- Im Einsatz Gefallene: 47 28
Im Einsatz Vermisste: 5 28 - Zivilbevölkerung
- Getötete in Ladbergen: 1 1 bzw. 11 (bei den Angriffen vom 4.11.1944, 21.11.1944, 1.1.1945, 7.2.1945 und 3.3.1945) 35
Aufklärung am 20. März 1945

Das Aufklärungsfoto Bild wurde von Oberleutnant R. H. Smythe in der Spitfire XIX RM 644 der 541. Staffel aus einer Höhe von 25.000 Fuß zwischen 13:52 und 17:12 Uhr aufgenommen. 48 Der Pfeil oben rechts im Bild zeigt die Nordrichtung an.
Oben im Bild ist die Westladbergener Brücke zu sehen und unten die Glane, die rechts bzw. östlich der Alten Fahrt wegen des zerstörten Durchlasses aufgestaut ist. Am oberen und unteren Bildrand sind in der Alten Fahrt die beiden Absperrdämme zu sehen, die nach den Angriffen am 23./24. September und 4./5. November 1944 aufgeschüttet worden waren.
Fazit
Ein Bericht von Albert Speer an Hitler vom 11.11.44, der bei Kriegsende erbeutet wurde, besagt: ‚Die Luftangriffe auf den Dortmund-Ems-Kanal und das Eisenbahnnetz haben der deutschen Kriegsindustrie zu dieser Zeit schwerwiegendere Rückschläge zugefügt als jede andere Art von Bombardement.‘ [Übers. d. Verf.] 49
„Nirgendwo sonst im Deutschen Reich wurden während des Zweiten Weltkrieges mehr Bomben pro Quadratmeter abgeworfen als auf dem Gebiet der Glane-Durchlässe. […] 4444,3 Tonnen Bomben wurden in dieser Zeit abgeworfen.“ 1
Denkmale
Stele auf dem östlichen Kanaldamm nördlich der Schulze-Farwick-Brücke


Die Stele zum Gedenken an die sechs britischen und zwei kanadischen Besatzungsmitglieder des am 16.9.1943 abgeschossenen Avro Lancaster-Bombers Mk.III JA898 KC-X der No. 617 Squadron wurde am 15.9.2023 feierlich eingeweiht. 50
Im Tiefflug in nur 40 m Höhe über dem Kanal wurde das Flugzeug des Piloten Harold Sydney Wilson durch Beschuss einer leichten Flak getroffen und stürzte unweit der Stele ab. 50 51 Alle 8 Besatzungsmitglieder starben.
Gedenkstein in Greven-Pentrup


Noch bevor die siebenköpfige Besatzung, die aus fünf Briten und zwei Australiern bestand, in ihrem Lancaster-Bomber ME453 PO-L ihr Ziel, die Glane-Durchlässe im Dortmund-Ems-Kanal, am 3.3.1945 erreichte, wurde ihr Flugzeug sehr wahrscheinlich von einem deutschen Nachtjäger abgeschossen. Das Flugzeug zerschellte auf einem Acker⤴ der Familie Langkamp in der Bauerschaft Greven-Pentrup. Alle Besatzungsmitglieder starben. 52 Der Älteste war 22 Jahre und die Jüngsten waren 20 Jahre alt. 53
Den Werdegang der Besatzungsmitglieder und die Geschehnisse am 3.3.1945 hat Max Williams akribisch erforscht und auf seiner Website An Ordinary Crew⤴ veröffentlicht.
Gedenktafel beim Glane-Durchlass
Die Inschrift lautet:
„Während des Zweiten Weltkrieges 1939/45 fanden durch die Bombardierung des Dortmund-Ems-Kanals bei Ladbergen etwa 50 Menschen den Tod.
Allein bei sechs Großangriffen vom 23.9.1944 bis 3.3.1945 wurden 4400 t Bomben auf diesen Durchlaß und das übrige Gemeindegebiet abgeworfen. Sie verwandelten die Umgebung des Kanals in eine Kraterlandschaft.“
Artefakte
Heimatmuseum Ladbergen
Absturzstelle des Avro Lancaster-Bombers Mk.III ME453 PO-L in Greven-Pentrup
Martin Muller aus Greven hat mit seinem Metalldetektor auf dem Acker⤴ der Familie Langkamp, auf den der Lancaster-Bomber am 3.3.1945 abgestürzt ist, Artefakte gefunden. Max Williams schreibt darüber auf seiner Website An Ordinary Crew⤴:
Er fand zahlreiche Teile, darunter zerplatzte .303-Patronenhülsen, Teile des Motorblocks, einige kleine Cockpit-Teile, etwas Plexiglas und einige Hydraulikventilanschlüsse, und schickte sie mir freundlicherweise zu. [Übers. d. Verf.] 52
Instandsetzung des Durchlasses nach dem 2. Weltkrieg
„Die Arbeiten wurden Anfang Juli 1945 durch die Arbeitsgemeinschaft Hochtief-Büscher von der Schulze-Farwick-Brücke bis zur nördlichen Inselspitze wieder aufgenommen und die Kanalstrecke unter Einsatz englischer Einheiten wieder instandgesetzt. Die Westladbergener-Brücke wurde von der Firma Philipp Holzmann A.G. gehoben, die Schulze-Farwick-Brücke beseitigt und die Kanalstrecke von Holzmann von der Ladbergener-Grenzbrücke durch Rammen von Spundbohlen in km 87,5 und km 88,3, sowie der anfallenden Erd- und Böschungsarbeiten, Wiederherstellen der Seitengräben usw. instandgesetzt.“ 47
Die Wasserstraßendirektion Münster beschreibt die Instandsetzung detailliert in einer Akte vom Oktober 1947 (siehe Zerstörungen und Instandsetzungen des Glane-Durchlasses unter der 2. Fahrt des Dortmund-Ems-Kanals bei Ladbergen in den Jahren 1944–1947). Es wurde nur die 2. Fahrt mit ihrem Durchlass instandgesetzt, nicht aber die Alte Fahrt.
„Als im Juli 1945 im Zuge der Wiederherstellung des Dortmund-Ems-Kanals die Großschadensstelle Ladbergen in Angriff genommen wurde, mußten unter den vorgeschriebenen Verhältnissen die Wiederherstellung des Glanedurchlasses und die Schaffung ausreichender Vorflut auch für Hochwasser im Vordergrund stehen. […] Die ersten Maßnahmen begannen daher mit der Glaneräumung unterhalb des Durchlasses, um überhaupt an das Bauwerk herankommen zu können. Für den Durchlaß selbst wurde eine umfassende Instandsetzung auf volle Leistungsfähigkeit und Standsicherheit […] vorgesehen.“ 12
Die erste Instandsetzung erfolgte im Winter 1945/1946.
„Die außergewöhnlichen Schwierigkeiten für das Ingangbringen einer Großbaustelle unmittelbar nach Kriegsschluß und der äußerst kurze Termin, der für die Wiederaufnahme der Schiffahrt gestellt war, führte zur Übernahme eines Teiles des Bauvorhabens Ladbergen durch eine englische Baupioniereinheit [935th Port Construction and Repair Company, Royal Engineers]. Bei der räumlichen Trennung der Arbeitsfelder wurde der Abschnitt südlich des Sicherheitstores von dieser Einheit übernommen und nach anfänglicher Ablehnung kurz darauf auch die Instandsetzung des Glanedurchlasses darin einbezogen. Diese wurde jedoch nicht in dem von der Wasserstraßendirektion für notwendig angesehenen Umfange im Sinne des oben Gesagten als gründliche Bauwerkserneuerung vorgenommen […]. Bei diesem Bauwerkszustand erfolgten im Februar/März 1946 die Kanalfüllung und die Wiederaufnahme der Schiffahrt […].“ 12
Eine erweiterte Instandsetzung wurde im Sommer 1946 nötig.
„Die Unzulänglichkeit des Durchlasses zeigte sich bereits während der Füllung beim Katastrophenhochwasser Anfang Februar 1946. Der Abflußquerschnitt betrug nur rd. 13 m2 gegenüber 42 m2 beim unzerstörten Bauwerk und bedingte einen Stau am Durchlaßeinlauf von 2,00 m. Neben ausgedehnten Überflutungen am Oberlauf der Glane, insbesondere im Dorfe Ladbergen, entstand eine akute Gefahr für den frisch geschütteten Kanaldamm, der auf der Ostseite durch das Hochwasser bespült und angegriffen wurde. Unter diesen Umständen mußte die Kanalfüllung unterbrochen und zum Teil wieder rückgängig gemacht werden. Diese Erfahrungen führten zu einer weitergehenden Instandsetzung des Durchlasses im Sommer 1946 durch die Wasserstraßendirektion mit dem Ziele, die Abflußleistung des Bauwerkes zu verbessern und die unklaren Standsicherheitsverhältnisse durch geeignete Maßnahmen zu beheben.
Der Arbeitsvorgang war besonders erschwert durch die notwendige Aufrechterhaltung der Vorflut. Hierzu mußte der Glanelauf oberhalb des Durchlasses abgesperrt und das Wasser durch eine im Durchlaß verlegte Rohrleitung abgeleitet werden. Der Wasserablauf wurde durch 3 Rohrschieber im Absperrdamm geregelt, die mehrfach zur Abführung von Hochwasser bei gleichzeitiger Unterbrechung der Arbeiten im Durchlaß in Tätigkeit traten.
Das an verschiedenen Stellen der Mittelwände insbesondere auf der Nordseite austretende Wasser, welches aus Undichtigkeiten im Kanalbett herrührte, wurde zur Vermeidung von Ansammlungen und Anspannung in den Verfüllungen der Seitenöffnungen durch Einbau von Rohren in den Wänden gefaßt und auf kürzestem Wege in die Mittelöffnung geführt. Gleichzeitige umfassende Nachdichtungen mit Ton im Kanalbett über und neben dem Durchlaß zur Verhinderung des Wasserdurchtrittes hatten nur geringen Erfolg. Allgemein wurden vorgefundene Schadensstellen in ihrer Dringlichkeitsreihenfolge nach dem Grad des Gefahrenzustandes instandgesetzt und hierbei wiederum die unter der Mittelwasserlinie der Glane gelegenen Teile zuerst vorgenommen, um im Arbeitsfortschritt von den Glanewasserständen möglichst unabhängig zu sein. Die Maßnahmen konnten bis auf die westlichen Abschlußmauern der Seitenöffnungen und eine Stelle der Durchlaßdecke unter dem ostwärten Kanaldamm bis Ende Oktober 1946 abgeschlossen werden. Die noch ausstehenden Arbeiten waren begonnen, mußten aber wegen des zunehmenden Glanewassers bis nach Beseitigung der Entwässerungsrohrleitung und des Transportgleises aus dem Durchlaß unterbrochen werden.“ 12
Ende Oktober 1946 trat eine Dammstörung über dem östlichen Durchlassteil auf.
„Am 30.10.46 zeigten sich unerwartet an 2 bis 3 Stellen der Deckenfuge unter dem Ostdamm, welche während der gesamten mehrmonatigen Bauarbeiten im Durchlaß einwandfrei trocken gewesen war, stärkere Durchtritte von Wasser mit Sand vermischt. Beobachtungen des Kanals über dem Bauwerk ergaben auffallendes Eindringen von Kanalwasser in Höhe des Wasserspiegels durch die Steinschüttung der Böschung hindurch in den Kanaldamm hinein. Die schnell zunehmende Erscheinung wurde durch Sofortmaßnahmen in Form von Toneinbau auf der ostwärtigen Böschung in wenigen Stunden zwar ziemlich vollständig behoben, ließ aber eine Belassung dieses Zustandes nicht tragbar erscheinen, da wegen der seinerzeit nicht zugelassenen Freilegung des ostwärtigen Durchlaßteils Ursache und Umfang des Schadensfalles unsicher waren und seine weitere Ausdehnung befürchten ließen. Unter diesen Umständen wurde die vollständige Freilegung der offensichtlich schadhaften Durchlaßteile von oben her für notwendig befunden und nunmehr eine umfassende Instandsetzung des Bauwerks von außen durchgeführt. […]
Der Erfolg dieser umfassenden Instandsetzung wird durch vollkommenes Trockenbleiben aller Durchlaßteile im Innern einschl. der Wasserabfangrohre nach der Kanalfüllung gekennzeichnet.
Die Arbeiten sind im pausenlosen Dreischichtenbetrieb in 24 Stunden bei einem täglichen Einsatz von rd. 300 Arbeiten [sc. vermutlich korrekt „Arbeitern“] ausgeführt worden. Die Schiffahrtssperre dauerte vom 31.10. bis einschl. 24.11.1946.
Mit dieser wirkungsvollen Maßnahme vom November 1946 wurde die bis dahin zu befürchtende akute Gefahr für die Standsicherheit des Bauwerkes, wenn nicht beseitigt, so doch wesentlich vermindert. Was bestehen blieb, war die Einschränkung des Hochwasserabflußquerschnittes auf die Mittel-Öffnung. welche zudem -durch die eingebauten Stützen verengt- in ihrer hydraulischen Wirkung stark beeinträchtigt war. Die Schwierigkeiten eines Durchlaßneubaues, der vor der November-Instandsetzung 1946 zur Durchführung in möglichst kurzer Zeit geplant war, erwiesen sich im Sommer 1947 als unüberwindlich. Die Tatsache einer unvermeidlichen Verzögerung des Neubaues und die damit zwanfsläufig noch auf mehrere Jahre notwendige haltung des vorhandenen Durchlasses führten daher im Spätsommer 1947 zu einer weitergehenden ergänzenden Instandsetzung des Bauwerkes von innen mit dem Ziel, die Standsicherheit des Durchlasses unter allen Umständen sicherzustellen und die Abflußleistung durch hydraulisch günstigere Querschnitts- und Einlaufgestaltung zu verbessern.“ 12
Die Wasserstraßendirektion Münster stellte als Ergebnis der Maßnahmen den folgenden erzielten Bauzustand fest:
„Der HHW-Stau am Durchlaß-Einlauf wird künftig voraussichtlich höchstens 0,75 m erreichen und damit 1,25 m unter dem Stand von 1946 liegen. Bei den Gefällsverhältnissen des Glane-Baches bezw. seiner Ursprungswasserläufe, des Aa- und Mühlenbaches, dürfte er eine Reichweite von 1 km kaum überschreiten, seine f l ä c h e n m ä ß i g e Auswirkung kann in dem schmalen und verhältnismäßig steil eingeschnittenen Bachtälern nur gering sein, ist auch um so weniger von Belang, als Hochwässer in solchen Ausmaßen ausschließlich im Winter aufzutreten pflegen, zudem wesentliche Teile der Bachniederung durch die Einwirkung der Bombenangriffe von 1944 zerstört sind und der landwirtschaftlichen Nutzung bisher nicht wieder erschlossen werden konnten.
In dem nunmehr geschaffenen Zustande dürften die bei den Instandsetzungen seit 1944 angestrebte einwandfreie Standsicherheit sowie eine immerhin tragbare Leistungsfähigkeit des alten Glane-Durchlasses vorhanden sein.“ 12
Bau der 3. Fahrt bei Ladbergen
Der zeitliche Verlauf des Baus der 3. Fahrt (Verf.: der offizielle Name ist nicht bekannt) des Dortmund-Ems-Kanals bei Ladbergen kann anhand der folgenden historischen Orthofotos nachvollzogen werden (siehe Bilder – ).
- 20.4.1960 (Bild )
- Zustand vor dem Bau der 3. Fahrt.
Von der Alten Fahrt existiert nur noch ein kurzer „Stummel“, der von der 2. Fahrt nach Norden abzweigt, zwischen Schulze-Farwick-Brücke (im Bild unten) und Glane-Durchlass. - 13.5.1982 (Bild )
- Die Glane wird nördlich an dem im Bau befindlichen neuen Glane-Durchlass umgeleitet.
Erste Erdarbeiten für das neue Kanalbett zwischen dem „Stummel“ der Alten Fahrt und der Westladbergener Brücke (im Bild oben) sind durchgeführt worden. - 14.5. und 14.6.1988 (Bild )
- Die Glane fließt durch den fertiggestellten neuen Glane-Durchlass.
Nördlich der Westladbergener Brücke wird der Autoverkehr über eine provisorische Brücke über die 2. Fahrt geführt. Die neue Westladbergener Brücke über die zukünftige 3. Fahrt befindet sich im Bau. - 27.6.1995 (Bild )
- Die 3. Fahrt ist fertiggestellt und für den Schiffsverkehr freigegeben.
Die 2. Fahrt wird dem Erdboden gleichgemacht.
Der Glane-Durchlass der 2. Fahrt ist abgebrochen worden.
Das Sicherheitstor in der 2. Fahrt zwischen Glane-Durchlass und Westladbergener Brücke ist abgebrochen worden. Ein neues Sicherheitstor nördlich des neuen Hafens Ladbergen ist bereits zwischen 1982 und 1988 gebaut worden (außerhalb der Orthofotos).
Die neue Westladbergener Brücke ist fertiggestellt und für den Autoverkehr freigegeben.
Der neue Wendehafen Ladbergen (im Bild am oberen Bildrand) ist fertiggestellt. - 19.6.2000 (Bild )
- Zwischen der Bundesstraße B 475 (im Bild oben) und dem Flughafen Münster/Osnabrück (im Bild links unten) wird an der Stelle der ehemaligen 2. Fahrt ein neuer Abschnitt der Kreisstraße K 9 gebaut.
Die neue Schulze-Farwick-Brücke befindet sich im Bau. - 19.6.2005 (Bild )
- Der neue Abschnitt der Kreisstraße K9 zwischen B 475 und Flughafen Münster/Osnabrück ist fertiggestellt und für den Autoverkehr freigegeben.
Die neue Schulze-Farwick-Brücke ist fertiggestellt und für den Autoverkehr freigegeben.






Gegenwart

Weblinks
- Aircrew Remembered: Allied Air Forces Losses and Incidents Database (nur Englisch)
- Australian War Memorial⤴ (nur Englisch)
- Charles Foster: Breaking the Dams⤴, Last Flight⤴ (nur Englisch)
- Commonwealth War Graves Commission⤴ (nur Englisch)
- Imperial War Museums⤴ (nur Englisch)
- Malcolm Brooke: Military Histories⤴ (nur Englisch)
- Max Williams: An Ordinary Crew⤴ (nur Englisch)
- University of Lincoln: International Bomber Command Centre Digital Archive⤴ (nur Englisch)
- Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes: Der Dortmund-Ems-Kanal⤴
- Wikipedia: Dortmund-Ems-Kanal⤴
- Wikipedia: Glane (Ems)⤴
Einzelnachweise
- vgl. 4444,3 Tonnen Bomben prägten das Leben: in: Westfälische Nachrichten, 3.3.2020, https://www.wn.de/muensterland/kreis-steinfurt/ladbergen/44443-tonnen-bomben-pragten-das-leben-887057⤴, abgerufen am 27.6.2026.[↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩]
- vgl. Gewässerstationierungskarte 3E NRW: in: Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen, o. D., https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/wasser/pdf/gsk3e_verzeichnis_gewaesser.xlsx⤴, abgerufen am 30.5.2026.[↩]
- © Land NRW, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0⤴) https://www.elwasweb.nrw.de⤴ 17.5.2026. Bearbeitung: Glane hervorgehoben.[↩]
- © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2026, Datenquellen: https://sgx.geodatenzentrum.de/web_public/gdz/datenquellen/Datenquellen_TopPlusOpen.html⤴. Bearbeitung: Glane hervorgehoben.[↩]
- Meyers Lexikon: 3: Conti – Engmäuler, 7. Aufl., Leipzig, Deutschland: Bibliograph. Inst., 1925.[↩][↩][↩]
- vgl. Festschrift zur Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals, Berlin, Deutschland: Sittenfeld, 1899. Archiviert⤴ im Internetarchiv⤴, abgerufen am 14.5.2026.[↩][↩][↩][↩]
- GEOportal.NRW „Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0“ (https://www.govdata.de/dl-de/zero-2-0⤴) [↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩]
- Meyers Lexikon: 1: A – Bechstein, 7. Aufl., Leipzig, Deutschland: Bibliograph. Inst., 1924.[↩]
- LWL-Medienzentrum für Westfalen, Wasserbauamt Rheine, Fotoalbum für Amtsvorstand Theodor Offenberg zum 25-j. Dienstjubiläum 1931, 03_3169[↩]
- vgl. Zander, Willi/Karl Wulkow: Dortmund-Ems-Kanal. Düker am Fehntjer Tief, Emden, in: Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin, 28.4.2025, Inv. Nr. BZ-I 21,002, https://doi.org/10.25645/9vnm-qm1f⤴, abgerufen am 25.6.2026[↩]
- vgl. Dortmund-Ems-Kanal. Eltingsmühlbach-Durchlass, Schmedehausen: Errichtung der Gewölbe, in: Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin, o. D., Inv. Nr. BZ-F 17,029, https://doi.org/10.25645/6nkq-0m6q⤴, abgerufen am 25.6.2026.[↩]
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, O 103 / Wasser- und Schifffahrtsämter / Wasser- und Schifffahrtsamt Münster, Nr. 1292[↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩]
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, O 103 / Wasser- und Schifffahrtsämter / Wasser- und Schifffahrtsamt Münster, Nr. 1325[↩][↩]
- vgl. Brooke, Malcolm: The German Defences, in: Military Histories, o. D., https://www.militaryhistories.co.uk/canal_raids/defences⤴, abgerufen am 20.7.2026.[↩]
- vgl. Mehner, Kurt (Hrsg.): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 2, Osnabrück, Deutschland: Biblio Verlag, 1993, Seite 508. Archiviert⤴ im Internetarchiv⤴, abgerufen am 17. Mai 2026.[↩]
- vgl. Herbert Adams, “Plotting Map and logs for operation to Dortmund-Ems Aqueduct,” IBCC Digital Archive, accessed June 29, 2026, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/collections/document/43035.[↩]
- © IWM⤴ (E(MOS) 884⤴) [↩]
- „Lancaster in flight,“ IBCC Digital Archive, accessed May 16, 2026, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/collections/document/7450⤴[↩]
- © IWM⤴ (TR 198⤴) [↩]
- © IWM⤴ (CH 7487⤴) [↩]
- © IWM⤴ (CH 12450⤴) [↩]
- vgl. Mehner, Kurt (Hrsg.): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 2, Osnabrück, Deutschland: Biblio Verlag, 1993, Seite 191. Archiviert⤴ im Internetarchiv⤴, abgerufen am 17. Mai 2026.[↩]
- vgl. Mehner, Kurt (Hrsg.): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 2, Osnabrück, Deutschland: Biblio Verlag, 1993, Seite 213. Archiviert⤴ im Internetarchiv⤴, abgerufen am 17. Mai 2026.[↩]
- vgl. Mehner, Kurt (Hrsg.): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 2, Osnabrück, Deutschland: Biblio Verlag, 1993, Seite 222. Archiviert⤴ im Internetarchiv⤴, abgerufen am 17. Mai 2026.[↩]
- vgl. Mehner, Kurt (Hrsg.): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 2, Osnabrück, Deutschland: Biblio Verlag, 1993, Seite 226. Archiviert⤴ im Internetarchiv⤴, abgerufen am 17. Mai 2026.[↩]
- vgl. Dortmund – Dortmund Ems Canal, in: The Dambusters, https://www.dambusters.org.uk/after-the-dams/raids/dortmund/. Archiviert⤴ am 7. März 2023 im Internetarchiv⤴, abgerufen am 22. Juli 2026.[↩]
- vgl. Bomber Command: Royal Air Force Bomber Command 60th Anniversary, Campaign Diary September 1943, in: Royal Air Force, 2004, http://www.raf.mod.uk/bombercommand/sep43.html. Archiviert⤴ am 7. Juni 2007 im Internetarchiv⤴, abgerufen am 30. April 2026.[↩][↩]
- vgl. Aircrew Remembered: Allied Air Forces Losses and Incidents Database, in: Aircrew Remembered, o. D., https://aircrewremembered.com/AlliedLossesIncidents/?q=ladbergen&search_only=Mission⤴, abgerufen am 2.6.2026.[↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩][↩]
- vgl. Stadt Nordhorn: Zum Gedenken an die Opfer des Luftkrieges im II. Weltkrieg, in: Stadt Nordhorn, o. D., https://www.nordhorn.de/portal/seiten/zum-gedenken-an-die-opfer-des-luftkrieges-im-ii-weltkrieg-900000817-26710.html⤴, abgerufen am 25.6.2026.[↩]
- © IWM⤴ (C 4665⤴) [↩]
- vgl. Bomber Command: Royal Air Force Bomber Command 60th Anniversary, Campaign Diary September 1944, in: Royal Air Force, 2004, http://www.raf.mod.uk/bombercommand/sep44.html. Archiviert⤴ am 7. Juni 2007 im Internetarchiv⤴, abgerufen am 30. April 2026.[↩]
- vgl. „V Group News, September 1944,“ IBCC Digital Archive, accessed May 16, 2026, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/collections/document/18282⤴[↩]
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, O 103 / Wasser- und Schifffahrtsämter / Wasser- und Schifffahrtsamt Münster, Nr. 1300[↩][↩][↩][↩][↩]
- vgl. Sigmar Teuber: . . . und sie bringen den Tod: in: Westfälische Nachrichten, 24.9.2014, https://www.wn.de/muensterland/kreis-steinfurt/ladbergen/-und-sie-bringen-den-tod-1888937⤴, abgerufen am 27.6.2026.[↩][↩]
- vgl. Brooke, Malcolm: The Effect on the Local Communities, in: Military Histories, o. D., https://www.militaryhistories.co.uk/canal_raids/ladeffects⤴, abgerufen am 3.6.2026.[↩][↩][↩][↩][↩][↩]
- © IWM⤴ (C 4667⤴) [↩][↩]
- vgl. Bomber Command: Royal Air Force Bomber Command 60th Anniversary, Campaign Diary November 1944, in: Royal Air Force, 2004, http://www.raf.mod.uk/bombercommand/nov44.html. Archiviert⤴ am 7. Juni 2007 im Internetarchiv⤴, abgerufen am 15. Mai 2026.[↩][↩]
- vgl. „V Group News, November 1944,“ IBCC Digital Archive, accessed May 12, 2026, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/collections/document/18550⤴[↩][↩]
- vgl. Brooke, Malcolm: The Losses (by date), in: Military Histories, o. D., https://www.militaryhistories.co.uk/canal_raids/losses/losses_by_date#tab1944⤴, abgerufen am 3.6.2026.[↩]
- Great Britain. Royal Air Force, „Ladbergen Dortmund Ems Canal“, IBCC Digital Archive, accessed May 13, 2026, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/collections/document/50369⤴[↩]
- vgl. Ladbergen, Germany. C. 1944-11. A section of the Dortmund Ems Canal at Ladbergen after Bomber Command’s Lancaster attack on the night of 1944-11-21/22: in: Australian War Memorial, o. D., https://www.awm.gov.au/collection/C278469⤴, abgerufen am 20.7.2026.[↩][↩]
- vgl. „V Group News, January 1945,” IBCC Digital Archive, accessed May 12, 2026, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/collections/document/18667⤴[↩]
- © IWM⤴ (CL 1756⤴) [↩]
- vgl. Bomber Command: Royal Air Force Bomber Command 60th Anniversary, Campaign Diary February 1945, in: Royal Air Force, 2004, http://www.raf.mod.uk/bombercommand/feb45.html. Archiviert⤴ am 7. Juni 2007 im Internetarchiv⤴, abgerufen am 15. Mai 2026.[↩][↩]
- vgl. Als die Bomben auf Leeden fielen: in: Westfälische Nachrichten, 26.1.2015, https://www.wn.de/muensterland/kreis-steinfurt/tecklenburg/als-die-bomben-auf-leeden-fielen-1863392⤴, abgerufen am 25.6.2026.[↩]
- vgl. Bomber Command: Royal Air Force Bomber Command 60th Anniversary, Campaign Diary March 1945, in: Royal Air Force, 2004, http://www.raf.mod.uk/bombercommand/mar45.html. Archiviert⤴ am 7. Juni 2007 im Internetarchiv⤴, abgerufen am 15. Mai 2026.[↩]
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, O 103 / Wasser- und Schifffahrtsämter / Wasser- und Schifffahrtsamt Münster, Nr. 1300[↩][↩]
- „Dortmund Ems Canal at Ladbergen,“ IBCC Digital Archive, accessed May 16, 2026, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/collections/document/58496⤴[↩][↩]
- H G Adams, “Bomber Raids on the Dortmund-Ems canal,” IBCC Digital Archive, accessed July 22, 2026, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/collections/document/27305⤴.[↩]
- vgl. Eine Mahnung für den Frieden: in: Westfälische Nachrichten, 17.9.2023, https://www.wn.de/muensterland/kreis-steinfurt/ladbergen/gedenkstele-zweiter-weltkrieg-kanal-bombadiert-2828834⤴, abgerufen am 25.7.2026.[↩][↩]
- vgl. Brooke, Malcolm: The 617 Sqn raid on Ladbergen in 1943, in: Military Histories, o. D., https://www.militaryhistories.co.uk/canal_raids/ladbergen43⤴, abgerufen am 25.7.2026.[↩]
- vgl. Williams, Max: The Crash site!, in: An Ordinary Crew, o. D., https://www.ordinarycrew.co.uk/about-1⤴, abgerufen am 25.7.2026.[↩][↩]
- vgl. Williams, Max: The Worst News, in: An Ordinary Crew, o. D., https://www.ordinarycrew.co.uk/the-worst-news⤴, abgerufen am 25.7.2026.[↩]
- „Geobasis NRW, Hansa Luftbild AG, Landesarchiv NRW, RW 0230“. „Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0“ (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0⤴) [↩]



